„Die Gesundheitsversorgung darf nicht von der Postleitzahl abhängen. Sie muss wohnortnah,
erreichbar und zukunftssicher sein. Deswegen stärkt die Landesregierung mit dem
Hausarztaktionsprogramm die Strukturen im ländlichen Raum und sorgt dafür, dass
hausärztliche Vorsorge dort ankommt, wo sie dringend gebraucht wird.“, erläutert die
Landtagsabgeordnete Britta Oellers. Das Programm sei neben der Landarztquote und dem
Ausbau der Medizinstudienplätze eine weitere wichtige Stütze. Dabei fokussiert sich das
Hausarztaktionsprogramm mittlerweile noch stärker auf kleine Kommunen mit einer
Einwohnerzahl von unter 30.000.
Das nordrhein-westfälische Gesundheitsministerium hat die Förderrichtlinie für das
Hausarztaktionsprogramm zum Jahresbeginn 2026 angepasst. Förderfähig sind unter anderem
die Übernahme oder Gründung einer Hausarztpraxis sowie die Errichtung von Lehrpraxen, in
denen Medizinstudentinnen und -studenten einen Einblick in die hausärztliche Tätigkeit
bekommen. Erstmals ist nun auch die Gründung eines Medizinischen Versorgungszentrums
förderfähig.
„Außerdem wurde das Programm entbürokratisiert, indem beispielsweise die Förderbeträge als
Pauschalen ausgezahlt werden und die Antragsstellung und -bearbeitung digital erfolgt. Durch
weniger Bürokratie bleibt mehr Zeit für die Menschen vor Ort.“, schlussfolgert Britta Oellers.
Die Landesregierung stellt im Jahr 2026 3,5 Millionen Euro für das Hausarztaktionsprogramm
zur Verfügung. Damit erhöht das Land die Förderung um eine Million Euro im Vergleich zu den
Vorjahren. Damit setzt es ein starkes Zeichen für die medizinische Versorgung im ländlichen
Raum.
Mehr Informationen hierzu gibt es unter https://www.mags.nrw/foerderung-fuer-die-gruendung-
von-hausarztpraxen-kleinen-kommunen-land-erhoeht-mittel.